Willkommen in meine und deine Welt!

Wir sind Kinder der Zeit, …

Wisława Szymborska

Das hervorgehobene Teilzitat gehört der polnischen Lyrikerin Wisława Szymborska. Sie bezieht diese Tatsache einem ganz bestimmten Aspekt der heutigen Welt: “Wir sind Kinder der Zeit, die Zeit ist politisch.” Wir alle wissen und erleben jeden Tag aufs Neueste, wie sehr uns die Zeit und das Umfeld prägen.

… die Zeit ist ein Bewegungsmuffel!

Wenn ich meinen Lebenslauf in einem Satz zusammenfassen sollte, könnte das beispielsweise wie folgt lauten: “Schule, Studium, Lernen, Informatik, Arbeit, Überstunden, viel Sitzen und in jedem Fall zu wenig Bewegung. Bewegungsmangel ist ein sehr verbreitetes Problem der heutigen Gesellschaft. Alle die hier Einspruch erheben und sich zu den Ausnahmen zählen, sollten sich glücklich schätzen. Die Gründe für die “Bewegungsarmut” möchte ich in drei Kategorien zusammenfassen:

  1. Technische Fortschritte in der Mobilität
  2. Errungenschaften in der Digitalisierung
  3. Eingesessene Gewohnheiten

Punkt 1 und 2 sind soweit selbsterklärend. Mit Punkt 3 meine ich Gewohnheiten der Gesellschaft. Bereits ab der Grundschule werden Kinder und Schüler getrimmt für ruhiges Sitzen. Ab einer gewissen Klassenstufe werden Doppelstunden eingeführt. D.h. man sitzt nun 90 Minuten am Stück. Der Schulweg wird nicht selten mit Bus und Bahn oder dem Elternauto im Sitzen überwunden. Während dem Studium wird das Sitzen dann schließlich perfektioniert. Zu meiner Studienzeit gehörten höhenverstellbare Tische nicht zu der Standardausstattung der Universitätsbibliothek.

…, die Zeit hat ihre Esskultur verloren!

Ein anderes charakteristisches Merkmal unserer heutigen Zeit ist das Fast Food. Dabei sind nicht nur die Fast Food Ketten wie McDonalds, Burger King und Co gemeint. Es wird immer weniger selbst gekocht. Es ist keine Selbstverständlichkeit das man mit frischen Zutaten zubereitet. Für viele fängt der Arbeitstag vor dem Frühstück an. Da am Vorabend oder am Morgen keine Zeit war, um ein Brot oder ein Frühstück einzupacken, muss man schnell zum Bäcker. Ähm Sorry der Bäcker kommt zu uns. Jeden Tag pünktlich zur selben Zeit klingelt der mobile Frühstücksservice. Nicht selten befindet sich der Bäcker direkt im Bürokomplex. Ja manchmal, kann es vorkommen das man 5 Minuten zum Bäcker laufen muss.

Der Mittag ist häufig auch ein Drama. Wenn man Glück hat, sitzt man seine Mittagspause in der überfüllten, lauten Kantine ab. Hingegen wenn man Pech hat wird schnell schnell gegessen damit man rechtzeitig zu dem nächsten Meeting erscheint, welches zufällig auf die Mittagszeit terminiert wurde.

…, die Zeit ist kein Schicksal! 🙂

Das was unweigerlich mit dem Bewegungsmangel und einer suboptimalen Ernährung zusammenkommt sind die überschüssigen Pfunde und all das was damit verbunden ist. Ich kämpfe mit den Kilos und Kalorien schon eine gefühlte Ewigkeit. Mal war ich mehr und mal weniger erfolgreich. Allerdings waren meine Anstrengungen über die Jahre hinweg nicht nachhaltig genug.

Von Sommer 2019 bis Sommer 2020 bin ich ganze 4 BMI-Punkte geschrumpft. In dieser Zeit habe ich mich überwiegend auf eine kalorienreduzierte Ernährung fokussiert. Jetzt nach einem Jahr habe ich gemerkt das sich wieder der Jo-Jo-Effekt einschleicht. Dies hat bei mir zu einem Umdenken geführt: Ich muss mein Leben mit mehr Bewegung und Sport bereichern.

Vor ca. 5 Wochen habe ich mir ein neues Bike zugelegt. Ich bin in dieser Zeit insgesamt ca. 400 Kilometer Fahrrad gefahren. Das entspricht in etwa der Entfernung von Mannheim nach Bielefeld. Vor allem aber, ich hatte sehr viel Spaß und Freude dabei.

Über EasiPoints.de

In diesem Blog möchte ich zuallererst meine Herausforderungen, Errungenschaften aber auch Rückschläge festhalten und dokumentieren. Ferner, möchte ich Tipps und Tricks rund um gesunder Ernährung, Integration von Bewegung in den Alltag und andere Dinge hier sammeln und strukturieren. Mein Fokus liegt dabei auf Praxistauglichkeit und Einfachheit. Die beste Methode gibt es kurz gesagt einfach nicht. Ich denke das der wesentliche Erfolgsfaktor darin liegt das man ein großes, flexibles Repertoire an kleinen und großen Elementen hat, die man in seinen Alltag einbaut. Mehr dazu hoffentlich in den kommenden Blogbeiträgen (Heidelberg, den 12. September 2020).